Gesunder Schlaf für
unser Wohlbefinden

Schlaf-Ratgeber

Willkommen beim Hasena Schlaf- und Matratzen-Ratgeber!

In einer Welt, die immer schneller wird und ständig auf Hochtouren läuft, ist ein erholsamer Schlaf von größter Bedeutung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Die Wahl der richtigen Matratze spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn sie beeinflusst nicht nur unseren Komfort, sondern auch die Qualität unseres Schlafs. In diesem Ratgeber erfahren Sie Wissenswertes zu den unterschiedlichen Matratzentypen, -größen, Schlafpositionen und worauf Sie beim Kauf einer Matratze achten sollten. Egal, ob Sie Rückenschmerzen lindern, die Schlafqualität verbessern oder einfach nur die perfekte Matratze finden möchten – dieser Ratgeber ist Ihr zuverlässiger Begleiter auf dem Weg zu einem erholsamen Schlaf und einem entspannten Aufwachen.

Inhaltsverzeichnis:
Härtegrad
Schlafposition
Körpertypen
Matratzentypen
Matratzengrößen
Matratzen für Allergiker
Wann sollten Sie eine neue Matratze kaufen?

Härtegrad

Rund einen Drittel des Lebens verbringen wir mit Schlafen. Der Schlaf erfüllt viele wichtige Funktionen und sorgt, neben Ernährung, Bewegung und Sozialleben, für unsere körperliche Gesundheit. Rückenschmerzen durch zu harte oder zu weiche Matratzen sind vielen Menschen bekannt. Je nach individueller Schlafgewohnheit, Schlafposition, Körpergewicht, Körpergröße und Körpertyp kann die perfekte Matratze mit einem optimal abgestimmten Härtegrad den Schlafkomfort massiv erhöhen. Abhängig von der persönlichen Schlafposition unterstützt der Härtegrad einer Matratze die Wirbelsäule und verhilft so zu einer natürlichen Körperhaltung während des Schlafs.

Härtegrad-Empfehlung:

Körpergewicht Schlafposition Liegekomfort Härtegrad Beliebtheit/Nachfrage
weniger als 60 kg Seite, Bauch sehr weich H1 selten
60 bis 80 kg Seite, Bauch weich  H2 häufig
80 bis 100 kg Seite, Bauch, Rücken  weich bis fest  H3 sehr häufig
mehr als 100 kg  Rücken  fest  H4  häufig

Wie hart die Matratze sein sollte, hängt zunächst vom individuellen Körpergewicht ab. Hier gilt: je schwerer, desto härter darf die Matratze sein. Darüber hinaus spielt auch das Alter eine Rolle. Senioren und Kinder haben eine weniger ausgeprägte Muskulatur, weshalb sie tendenziell etwas weicher liegen sollten.

 

Härtegrad 1: Der weichste Härtegrad
Die weichste Variante einer Matratze ist bei niedrigem Körpergewicht bis zu 60 kg sinnvoll.


Härtegrad 2: Der mittlere Härtegrad
Für eine Matratze mit mittlerem Härtegrad sollte Ihr Gewicht zwischen 60 und 80 kg liegen, um die Wirbelsäule optimal zu stützen.


Härtegrad 3: Der beliebteste Härtegrad
Matratzen mit Härtegrad 3 werden am häufigsten gekauft. Sie sind für Erwachsene mit einem Gewicht ab 80 kg bestens geeignet.


Härtegrad 4: Fester Härtegrad
Bei einem Körpergewicht ab 100 kg ist eine Matratze mit Härtegrad 4 die beste Wahl.

Nebst den genannten Empfehlungen spielt das persönliche Liegeempfinden eine große Rolle.

Schlafposition

Je nachdem, ob Sie Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer sind, empfehlen sich unterschiedliche Härtegrade. Personen, die auf der Seite schlafen, brauchen eine weichere Matratze. Eine Matratze, auf der Sie ruhig etwas einsinken dürfen. Rückenschläfer hingegen benötigen eine härtere Matratze, um die Wirbelsäule zu stützen.

Seitenschläfer
Tendenziell bewegen sich Seitenschläfer häufiger. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Matratze einen gewissen Grad an Flexibilität bzw. hohe Punktelastizität mitbringt. Schultern und Hüfte sollten beim Liegen leicht einsinken, damit die Wirbelsäule auf einer Linie bleibt. Hierfür eignen sich besonders Latex- und Kaltschaummatratzen, insbesondere Gelmatratzen.

Rückenschläfer
In der Rückenlage ist es wichtig, dass die Wirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form bleibt. Daher sollte die Matratze diese Form unterstützen. Am besten eignen sich für Rückenschläfer Matratzen mit Federkern oder aus Kaltschaum, da sie eine hohe Punktelastizität aufweisen.

Bauchschläfer
Bauchschläfer entscheiden sich am besten für eine Matratze, die im Beckenbereich fester ist und nicht einsinkt. Somit wird verhindert, beim Schlafen in ein ungesundes Hohlkreuz zu fallen. Für Bauchschläfer sind Federkernmatratzen ideal. Aber auch Kaltschaum- oder Gelmatratzen mit Zonenaufbau bieten eine optimale sowie notwendige Stützfunktion.

Körpertypen

Je nach Körpertyp sind unterschiedliche Matratzenarten und Härtegrade zu empfehlen, um den Körper genau dort zu unterstützen, wo es nötig ist und eine natürliche Schlafposition zu unterstützen.

Körpertyp X
Schultern und Hüften sind breiter als die Taille und formen ein X. Sowohl die Schulter- als auch die Hüftzone einer Matratze sollten bei diesem Körpertyp etwas weicher sein. So können Schultern und Hüften nachts bequem in die Matratze einsinken. Die Taillenzone zwischen der Hüft- und Schulterzone sollte etwas fester sein, um die Mitte zu stützen.

Körpertyp A
Die Hüften sind breiter als die Taille, die Schultern sind schmaler als die Hüften. Dieser Körpertyp benötigt eine Matratze, bei der die Hüftzone etwas tiefer in der Matratze liegt als die Schultern. Auf diese Weise können die Hüften bequem in die Matratze einsinken, und werden während des Schlafs druckentlastet.

Körpertyp Y
Die Schultern sind breiter als die Taille, die Hüften sind fast so breit oder gleich breit wie die Taille. Dieser Körpertyp schläft am besten, wenn die Schulterzone etwas tiefer in der Matratze liegt als die Hüftzone. Auf diese Weise können die Schultern bequem in die Matratze einsinken und die Wirbelsäule bleibt in einer natürlichen S-Position.

Körpertyp I
Die Hüften, Taille und Schultern sind ungefähr gleich breit oder die Schultern sind leicht breiter als Hüften und Taille. Die Matratze, die zu diesem Körpertyp passt, hat gleichmäßig verteilte Zonen. Das bedeutet, dass die Hüft-, Taillen- und Schulterzonen mehr oder weniger die gleiche Festigkeit haben. 

Matratzentypen

Es gibt verschiedene Grundtypen von Matratzen: Federkern-, Kaltschaum-, Viscoschaum-, Gelschaum- und Latexmatratzen. Jeder Typ hat dabei seine Vor- und Nachteile, die Sie bei Ihrer persönlichen Auswahl einbeziehen sollten.

Viscoschaum bzw. Memoryschaum-Matratzen bestehen aus Formgedächtnis-Polymer und besitzen thermoelastische Eigenschaften.

Vorteile

  • gut geeignet für Seitenschläfer
  • Gewicht kann sich gleichmässig verteilen
  • Druckentlastung; keine Druckpunkte
  • für Allergiker und Asthmatiker geeignet
  • Gelenkschmerzen werden gelindert
  • reduziert Bewegungen und fördert ruhigen Schlaf
  • geeignet bei Nacken- und Rückenschmerzen

Nachteile

  • nicht für unruhige Schläfer oder Bauchschläfer geeignet
  • ungünstige Rückfederung
  • mässige Durchlüftungseigenschaften (fördert Schwitzen)
  • Wärme kann sich stauen
  • temperaturabhängig (Schaum wird weicher, wenn die Umgebungstemperatur wärmer ist)
  • hohes Eigengewicht
  • im Sommer komplett andere Liegeeigenschaften wie im Winter

Federkernmatratzen bestehen aus mehreren metallischen Stahlfedern, umgeben von einer Schaumstoffschicht. Bei Taschenfederkern-Matratzen sind die Federn zudem in Stofftaschen eingenäht.

Vorteile

  • passen sich jeder Belastung an
  • atmungsaktiv, gute Luftzirkulation 
  • keine Wärmespeicherung
  • formstabil und langlebig
  • geeignet für hohes Körpergewicht
  • starke Unterstützung im Rücken- und Nackenbereich

Nachteile

  • nicht geeignet für Kinder und Senioren
  • Federn können mit der Zeit nachgeben
  • hohes Eigengewicht
  • mögliche Kuhlenbildung über die Zeit
  • nicht für (stark) verstellbare oder motorische Lattenroste geeignet

Kaltschaummatratzen bestehen aus aufgeschäumtem Kunststoff (Polyurethan).

Vorteile

  • für unruhige Schläfer geeignet
  • geringes Eigengewicht
  • elastisch, atmungsaktiv, anpassungsfähig
  • pflegeleicht
  • für verstellbare Lattenroste geeignet
  • bei Allergien und orthopädischen Problemen
  • hohe Wärmeisolation für warmen Schlaf

Nachteile

  • erwärmt sich schnell
  • enthält Chemikalien
  • Kuhlenbildung bei minderwertigen Produkten
  • nicht für starken Nachtschweiss geeignet

Gelschaummatratzen sind gefüllt mit einer Kombination aus Kaltschaum und anteilig zähflüssigem Gel. Sie sind die Weiterentwicklung der Viscoschaum- bzw. Memoryschaum-Matratzen.

Vorteile    

  • bei unruhigen Schläfern empfohlen
  • fördert die Muskelentspannung
  • bei Allergien und Asthma geeignet
  • temperaturneutral, keine Wärmespeicherung
  • leicht, flexibel und strapazierfähig
  • passt sich ergonomisch dem Körper an

Nachteile

  • hohes Eigengewicht
  • nicht für Übergewicht ausgelegt
  • kein hoher Härtegrad möglich

Matratzengrößen

Während es eine Vielzahl unterschiedlicher Breiten gibt, hat sich bei der Matratzenlänge eine Standardlänge von 200 cm etabliert. Diese ist für die meisten Menschen vollkommen ausreichend. Als Orientierung gilt folgende Leitformel: Die Matratzenlänge sollte die Körpergrösse mindestens um 20 cm übersteigen. Für großgewachsene Personen ab 1,80 Meter kann sich eine Matratze mit einer Länge von 210 cm oder 220 cm also bereits als sinnvoll erweisen. Darüber hinaus gibt es auch eine kürzere Länge von 190 cm, die sich auch für diejenigen eignet, die im Raum gerne Platz sparen wollen.

Matratzen-Größen für Singles

Unter den gängigen Matratzen-Größen ist 100 x 200 cm die beliebteste Größe für Einzelbetten. Hier hat man genügend Platz, um sich bequem auf der Matratze ausstrecken zu können. Wer einen unruhigen Schlaf hat und sich nachts besonders viel bewegt, kann sich für eine grössere Matratze in der Breite 100 oder 120 cm entscheiden. Das Matratzenformat 100 x 200 cm kommt zudem häufig bei Seniorenbetten zum Einsatz. Matratzen in der Größe 140 x 200 cm bieten eine großzügige, komfortable Liegefläche. Sie eignen sich für Menschen, die viel Platz im Schlafzimmer zur Verfügung haben und sich eine wahre Wohlfühloase gönnen möchten. Darüber hinaus ist eine breite Matratze für Singles empfehlenswert, die viel Freizeit im Bett verbringen, beispielsweise für einen gemütlichen Serienmarathon am Wochenende.

Matratzen-Größen für Paare

Matratzen sind ab einer Größe von 140 x 200 cm für Paare geeignet. Das «Französische Maß» gilt als der Klassiker unter den Doppelbetten und sorgt für kuschelige Zweisamkeit. Ein weiterer Vorteil dieser Matratzengröße ist die durchgängige Liegefläche: Hier lässt sich die Nähe zum Partner ohne störende «Besucherritze» genießen. Auch für das Jugendzimmer eignet sich die Matratzen-Größe 140 x 200 cm. Sie bietet ausreichend Bewegungsfreiheit, ohne dabei zu viel Platz wegzunehmen und kann direkt in die erste eigene Wohnung mit einziehen. Wer sich längerfristig ein gemeinsames Bett teilt, wählt häufig eher die Matratzen-Größen 160 x 200 cm oder gleich 180 x 200 cm. Neben der komfortablen Liegefläche bieten beide Matratzenformate den Vorteil, dass sie auch von Partnern mit unterschiedlichen Liegebedürfnissen genutzt werden können. So können sich beide Partner eine 80 bzw. 90 cm breite Einzelmatratze im bevorzugten Härtegrad aussuchen und mit einem Topper kombinieren, um die zwei Matratzen in eine gemütliche, durchgängige Liegefläche zu verwandeln.

Matratzen-Größen für Familien

Ist bei Ihnen zu Hause des Öfteren «Dreisamkeit» angesagt, weil der Nachwuchs nachts die Nähe der Eltern sucht? – Für Paare mit einem oder mehreren Kindern eignen sich Matratzen-Größen ab einer Breite von mindestens 180 cm. Noch komfortabler wird es mit der größten erhältlichen Matratze in 200 x 200 cm. So steht Ihnen eine bequeme Liegewiese für die ganze Familie zur Verfügung und Sie können gemütlich im Familienbett kuscheln, ohne dass jemand Gefahr läuft, aus dem Bett zu fallen.
Natürlich eignen sich Matratzen in dieser Größenordnung auch für kinderlose Paare, welche sich den Wunsch nach einem geräumigen Bett erfüllen möchten.

Matratzen für Allergiker

Allergien können sich vielseitig äußern und unterschiedliche Ursachen haben. Da ein tiefer Schlaf essenziell für die Gesundheit ist, sollte dieser nicht durch allergische Reaktionen gestört werden.  Aus diesem Grund sollten Allergiker, bei der Wahl der Matratze, Wert auf hypoallergene sowie schadstoff- und tierhaarfreie Materialien legen. Federkernmatratzen, Kaltschaummatratzen und Gelmatratzen sind bestens geeignet, da sie wenige bis keine Chemikalien und weniger Schaumstoff enthalten. Asthmatiker ist eine Latexmatratze zu empfehlen. Auch auf waschbare Bezüge bei Matratze und Topper sollten Sie achten.

Wann sollten Sie eine neue Matratze kaufen?

Matratzen sind einer täglichen Nutzung ausgesetzt. Dazu gehört auch die Aufnahme von Körperflüssigkeiten, wie beispielsweise Schweiß und die Bildung von Bakterien. Reinigen Sie mit jedem Bettwäschewechsel auch regelmäßig die Matratze. Dafür eignet sich der Staubsauger gegen Staub, Milben und anderen Schmutz. Außerdem ist tägliches Lüften nach dem Aufstehen empfehlenswert. Generell sind Matratzen mit abnehmbarem Bezug länger hygienisch, da dieser wie Bettwäsche gewaschen werden kann. Spätestens nach sieben bis zehn Jahren sollte die Matratze jedoch ausgetauscht werden, da nach dieser Zeit meist die Stützkraft des Materials nachlässt. Verändert sich die Schlafqualität oder das Liegegefühl, sollte ebenfalls eine neue Matratze angeschafft werden.